Das Schulsystem hat sich in den letzten Jahrzehnten bedeutend gewandelt. Die Wege, die zum Abitur führen, stehen heute für jeden offen, der sich auf den Hosenboden setzt, um zu lernen. Auch für die Schüler, die quasi spätberufen sind, bei denen der Groschen erst in höheren Klassen fällt, gibt es die Möglichkeit, den so genannten zweiten Bildungsweg zu nutzen, um so das Abitur zu erreichen. Das Abitur, die allgemeine Hochschulreife, ist immer noch der beste und sicherste Weg, einen anständigen Beruf zu erlernen, um im Leben nach der Ausbildung gutes Geld verdienen zu können. Mit dem Hauptschulabschluss ist die Perspektive deutlich schlechter.
Schüler, die zunächst auf die Hauptschule gehen, weil die Leistungen ein gutes Absolvieren des Gymnasiums nicht erhoffen lassen, können über den M-Zug den Weg bis zur Mittleren Reife gehen, bevor sie dann an Fachoberschulen die Zulassung zum Fachabi bekommen können. Auch mit der Mittleren Reife hat man schon ganz gute Perspektiven, die aber nach wie vor nicht mit einem Studium vergleichbar sind.
Der Besuch von Wirtschaftsschulen führt die Schüler ebenfalls über die Mittlere Reife bis hin zum Wirtschaftsabitur, so sie das denn wollen. Kaufmännische Lehrstellen sind viel leichter zu bekommen, wenn die Schüler die Mittlere Reife gut an der Wirtschaftsschule absolviert haben. Während nach dem Besuch der Hauptschule meist nur die einfacheren Lehrberufe übrig bleiben, kann nach der Mittleren Reife schon ganz anders geplant werden, was die Ausbildung betrifft. Natürlich stehen den jungen Menschen nur mit einem Abitur die Türen zu den verschiedenen Universitäten offen. Ganz egal, über welchen Bildungsweg, sie es erreicht haben. Es muss nicht immer das Gymnasium selbst sein.
